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Beim Begriff Art déco handelt es sich um einen Stilbegriff, der nicht nur Art Deco Möbel, sondern auch Art déco Schmuck sowie Fahrzeuge, Architektur, Mode und sogar alltägliche Gebrauchsgegenstände umfasst. Sogar Gemälde in dieser Stilrichtung können dazugehören.

Die Wiener Werkstätte ist die Wiege der Art déco Stilrichtung



Art déco Möbel
© Mihalis A. (Fotolia)
Wie auch einige andere Stilrichtungen in der Kunst hat auch diese Stilrichtung ihre Wurzeln im Jugendstil. Die Wurzeln dieser Stilrichtung liegen in der sogenannten Wiener Werkstätte, wo sich viele junge Sessionkünstler fanden und gemeinsam Art decó Möbel, Art déco Schmuck und vieles mehr entwarfen. Später entstand daraus sogar Art déco Architektur. Der Höhepunkt dieser Stilrichtung liegt in der Zeit zwischen 1926 und 1930.

Was ist typisch für Art déco?



Diese Stilrichtung in der Kunst gehört zum sogenannten Funktionalismus und verzichtet bewusst darauf, natürlich zu wirken. Florale und organische Elemente auf diesen Gegenständen werden beispielsweise bewusst ohne Schatten dargestellt. Antike Möbel und Antiquitäten aus dieser Epoche sind daran gut zu erkennen.

Beispiele der Art déco Architektur oder beim Industriedesign in dieser Stilrichtung sind der Chrysler Airflow, das Chrysler Building in New York, der Polnische Pavillon in Paris oder das Tuschinski-Theater in Amsterdam.

Welche weltgeschichtlichen Hintergründe ließen diese Stilrichtung entstehen?



Art déco kann als eine Reaktion der Menschen auf die Zeit vor dem 2. Weltkrieg betrachtet werden. Viele Menschen hatten bitterste Armut erlebt. In der Zeit zwischen 1920 und 1930 aber entstand die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, denn die zurückliegende Phase von Not und Armut war überwunden worden. Viele Menschen glaubten an den technischen Fortschritt und hatten ein Lebensgefühl, alles würde immer besser werden. Antiquitäten, Schmuck, Mode und viele andere Gegenstände aus dieser Epoche drücken dieses Lebensgefühl aus. Viele antike Möbel, Kleidungsstücke, Schmuckstücke oder Kleinkunst aus dieser Zeit sind auch heute noch gut erhalten und werden von Liebhabern sehr geschätzt.

Warum die Stilrichtung Art déco so schnell ein jähes Ende fand



Auch die Tatsache, dass diese Stilrichtung sich nur wenige Jahre großer Beliebtheit erfreute, hat politische und weltgeschichtliche Hintergründe. Das Lebensgefühl, das diese Stilrichtung anfachte, fand ein schnelles Ende in der Weltwirtschaftskrise und der Inflation und machte sich deshalb bereits 1929 stark bemerkbar. Das absolute Ende dieser Epoche begann dann mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.


Über den Namen Art déco



Der spätere Name wurde für diese Stilrichtung in der Modewelt, der Architektur, bei Schmuck, Art déco Möbeln, Gemälden, Kleinkunst oder Gebrauchsgegenständen aus dieser Zeit übrigens nicht verwendet. Dieser Name entstand erst viel später über einen Artikel, den Hilary Marvin Gelson in der Zeitung The Times im Jahr 1966 schrieb und der sich später für diese Kunstrichtung durchsetzen sollte.

Einige Namen der Künstler, die Art déco auf den Weg brachten



Sehr frühe Vertreter dieser Stilrichtung waren Fritz Wärndorfer, Koloman Moser und Josef Hoffmann. Alle drei wurden stark durch den schottischen Jugendstil beeinflusst und brachten ihre ersten Werke, die man heute durchaus als Art-déco-Stil bezeichnen kann, bereits im Jahr 1903 auf den Markt. Im Jahr 1915 kam dann Dagobert Peche in der Wiener Werkstätte dazu. Von nun an begann der eigentliche Durchbruch dieser Ideen in der Kunst.

Der Höhepunkt von Art déco



Auch wenn diese Stilrichtung in Österreich entstand, erlebte sie ihren Höhepunkt später in Frankreich. Hier fand im Jahr 1925 eine Ausstellung unter dem Titel "Exposition internationale des Arts Décoratifs et industriels modernes" statt, die dann diese Kunstform erst richtig bekannt machte. Das lag daran, dass Paris ein Ort war, an dem moderne Kunst wie an keinem anderen Ort der Welt sonst noch besonders viel Beachtung fand.

Die Rolle von industriellem Design und Massenherstellung



Eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von typischen Gebrauchsgegenständen wie Art déco Möbeln, Art déco Schmuck, der dazu gehörenden Mode und vielen anderen Haushaltsgegenständen in dieser Art spielte auch die Massenherstellung, die damals erst das industrielle Design und die industrielle Produktionsweise möglich machte. Kunststoffe oder verchromte Metalle waren preisgünstig, aber selbst Porzellan, Keramik oder Stoffe boten durch die Massenherstellung die Möglichkeit, diese Artikel sehr preiswert anzubieten.

Viele dieser schönen Stücke sind heute noch erhalten



Die zeitlose Schönheit von Art-déco-Artikeln begeistert heute wieder viele Menschen. Durch den Online-Handel ist es auch relativ einfach, mit Hilfe der Suchmaschinen im Internet Art déco Möbel, Art déco Schmuck, aber auch viele schöne Haushaltsgegenstände aus dieser Zeit und sogar antike Gemälde in dieser Stilrichtung zu finden. Sehr oft sind diese wunderschönen Antiquitäten noch ausgesprochen gut erhalten, weil sie von ihren Vorbesitzern gehegt und gepflegt worden sind. Andere müssen eventuell ein wenig aufgearbeitet werden und sehen danach dann wieder fast wie neu aus. Es ist möglich, so etwas selbst zu machen. Es gibt aber auch Experten, die Erfahrung damit haben, antike Möbel und andere antike Gegenstände, die ein wenig gelitten haben, wieder so aufzuarbeiten, dass sie fast wie frisch produziert wirken.


So finden Fans dieser Stilrichtung ihre Art déco Einrichtung



Fans dieser Stilrichtung gibt es heute wieder viele. Wer darunter den Wunsch verspürt, ein ganzes Zimmer oder aber sogar ein ganzes Haus in dieser Art einzurichten, hat beim noch vorhandenen Angebot heute durchaus gute Chancen, alles zu finden und zusammenzustellen wie gewünscht. Art déco Möbel bilden natürlich dabei immer die Grundlage und können gut mit den vielen kleinen Details ergänzt für die Küche, zur Dekoration der Wohn- und Schlafräume oder sogar dem Eingangsbereich des Hauses wunderbar ergänzt werden. Über die entsprechenden Suchworte lassen sich Artikel für jeden Raum, aber auch für den Garten, die Terrasse oder den Balkon ausfindig machen. Das gilt natürlich auch für passende antike Lampen und die vielen kleinen Deko-Gegenstände, die bei so einer Einrichtung einfach nicht fehlen dürfen.

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